Projekt Ostasien

 

Zunächst fing alles damit an, dass wir durch unsere seit Jahren bestehende Förderung von Projekten zum Schutz der akut vom Aussterben bedrohten Tiger tiefer in das Thema Artenschutz in Ostasien einstiegen. Hierbei wurde rasch klar, dass der Rückgang der Tigerbestände kein isoliertes Phänomen, sondern Teil einer wesentlich komplexeren Gesamtsituation ist, der auch andere Arten, wie etwa der asiatische Elefant, zum Opfer fallen.

 

Die letzten Tiger

Eine der Hauptursachen ist Lebensraumverlust, bedingt durch eine stetig wachsende Bevölkerung, damit verbunden eine starke Abholzung der Wälder für Ackerflächen-Gewinnung und Brennholz. Wachsende Armut in Ländern wie Indien, Nepal und in Südostasien und eine Steigerung des Lebensstandards in China führen zu einem drastischen Anstieg von Wilderei, vor allem bei Tigern, da diese seit jeher Verwendung in der chinesischen Heilkunde finden.

 

So sind die Bestände in den letzten 100 Jahren von etwa 100.000 auf heute geschätzte 3000 Tiger zurückgegangen. Ihr Verbreitungsgebiet reduzierte sich um 97% und besteht heute oft aus isolierten Schutzgebieten, die wie Inseln in einem Meer von land- und forstwirtschaftlich genutzten Flächen liegen. Da kein genetischer Austausch zwischen den einzelnen Populationen mehr stattfinden kann, droht vielen dieser kleinen Gruppen das Aus, bedingt durch mangelnde Gen-Auffrischung. Führende Tigerexperten versuchen heute, möglichst viele dieser letzten Rückzugsgebiete der Tiger zu vernetzen. Es entstand die Tiger-Korridor-Initiative der Organisation Panthera im ostasiatischen Raum. Beim Schutz der Amurtiger in Ostsibirien unterstützen wir die Wildlife Conservation Society WCS Russia.

 

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