Wild Cats, Elephants and People

 - unser Hauptförderprojekt in Asien startet jetzt auch in Afrika

 

Die Zahl der Tiger in Asien ist innerhalb eines Jahrhunderts von geschätzten 100.000 auf ca. 3200 zurückgegangen, das bedeutet ein Populationseinbruch von 97%. Viele der verbliebenen Tiger leben in kleinen Restbeständen voneinander isoliert und ohne möglichen genetischen Austausch. Asiatische Elefanten sind im gleichen Zeitraum von einigen Millionen auf etwa 40.000 zurückgegangen. Viele von ihnen leben in Gefangenschaft, werden von der Forstwirtschaft unter härtesten Arbeitsbedingungen verschlissen oder im Tourismus missbraucht.

Im Rahmen unserer Arbeit wurde uns klar, dass Tiger- und Elefantenschutz kein isoliert zu betrachtendes Thema ist, sondern eingebunden ist in komplexe, oft globale, Zusammenhänge, die das Leben der Menschen in den Tiger- und Elefantenregionen prägen. Armut und Hunger, oft bedingt durch von außen in die Regionen getragene Ursachen wie Unruhen und Kriege, sich verändernde Weltmarktpreise von Grundnahrungsmitteln, das Bestreben der westlichen Industrienationen nach billigen Arbeitskräften, Korruption und fehlende Bildung bestimmen oft das Leben der Menschen in diesen Regionen.

 

Ähnlich die Situation in Afrika.

Die Zahl der wilden Elefanten ist von ca. 1.300 000 um 1970 auf etwa 400.000 im Jahr 2016, zurückgegangen, bedingt meist durch Elfenbeinwilderei. Jedes Jahr werden in Afrika etwa 40.000 Elefanten oder 10% der Population gewildert. Wilde Elefanten könnten somit in weniger als 10 Jahren aus Afrika verschwunden sein.

Katastrophal auch die Situation der Löwen, deren Bestände innerhalb weniger Jahrzehnte durch Wilderei und Lebensraumverlust auf etwa 20.000 geschrumpft sind.

 

Wer hungert oder von der Hand in den Mund lebt und täglich mit dem Überleben der eigenen Familie beschäftigt ist, kann Naturschutz in seinem Leben meist keine Priorität einräumen und ist empfänglich für die verlockenden Angebote der „Tier-Mafia“, die für einen erlegten Tiger oder ein paar Kilo Elfenbein mehr bezahlen, als man sonst nur in vielen Jahren verdienen kann. Oft sind aber gerade diese Menschen auf´s Engste mit ihrem Lebensraum verbunden, leben mit ihrem Land oder Wald und müssen manchmal hilflos erleben, wie dieser von internationalen Holzkonzernen gegen ihren Willen eingeschlagen oder an ausländische Agrarkonzerne verschleudert wird.

"Raubkatzen"- und Elefantenschutz bedeutet Schutz der verbliebenen Urwaldgebiete oder Savannen, in vielen Regionen Asiens und Afrikas, auch für die dort lebenden Menschen und für unzählige Tier- und Pflanzenarten.

Die Ausrottung unserer großen Beutegreifer und Elefanten steht synonym für den Ausverkauf des ganzen Planeten und deren Rettung kann Sinnbild sein für einen globalen nachhaltigen Wandel.

 

Unsere Arbeit widmet sich vor allem den Menschen in Wildtierregionen. Nur wenn es gelingt, deren Lebenssituation zu verbessern, wird es möglich sein, sie aktiv in den Erhalt ihres Lebensraums und den Schutz der Wildtiere einzubinden.

 

Wir sind seit 2017 in Kenia mit ersten Schritten zum Aufbau eines Projekts beschäftigt. Der Schwerpunkt hierbei liegt auf Wildtier-/ Mensch Konflikten und der Entwicklung von Lösungen. Im Fokus stehen die Unterstützung lokaler Dorfgemeinschaften mit Agroforst- und Agrarprogrammen, einfachen Technologien und Schule ergänzenden Bildungsangeboten zum Thema Nachhaltigkeit und Naturschutz.


 

Helping Wildlife by helping the People