Sustainable Solutions

for the Coexistence

of Wildlife and People _____________________________________________________________________________________________________________________________

 

Unsere Projektarbeit

    ... befasst sich mit der Koexistenz von Wäldern, Wildtieren und Menschen. Diese Thematik ist Kern unserer gesamten Stiftungsarbeit. Sie setzt sich ein für den Schutz der verbliebenen globalen Urwälder, vor allem der tropischen und temperierten Regenwälder, für indigene Völker und lokale Dorfgemeinschaften in diesen Waldregionen und für die Wahrung ihrer Landrechte und kulturellen Identität. Vor allem aber unterstützen wir lokale Projekte zum Artenschutz. Wir unterstützen Projekte lokaler Gemeinschaften zum Schutz ihrer Wälder, zu gemeinschaftlicher Waldnutzung, gemeinschaftbasiertem Naturschutz, nachhaltiger wildtierfreundlicher Forstwirtschaft, zur weltweiten Vernetzung untereinander und zur allgemeinen Verbesserung der Lebenssituation in den Dörfern.

Wir setzen uns ein für die Wahrung der Landrechte und kulturellen Identität dieser lokalen, oftmals indigenen, Gemeinschaften.

 

Wild Cats and People Coexistence Program

                 - Katzen als Indikatoren für den Zustand von Wäldern und für Mensch-/Wildtier-Toleranz

In nahezu allen Waldgebieten der Erde findet man "wilde Katzen", also Großkatzen der Familie Pantherinae oder Kleinkatzen (Felinae), sofern diese Wälder intakt sind und der Jagddruck nicht zum Verschwinden der Katzen oder ihrer Beutetiere geführt hat. In unserer Arbeit dienen uns Katzen als Indikator-Spezies, um wesentlich Aspekte der Gesamtsituation des jeweiligen Waldgebiets zu erfassen. Zu sehr vielen Katzenarten wird intensiv geforscht und es gibt zahlreiche Schutzprogramme, was bedeutet, dass Daten und Forschungsergebnisse, etwa über Bestandsdichten, oftmals zur Verfügung stehen. Fast überall auf der Erde nimmt der Bestand wilder Katzen, sowohl der Großkatzen als auch der meisten Kleinkatzenarten, kontinuierlich ab.

In ihren Lebensräumen sind Katzen oftmals Auslöser von Mensch-/Wildtierkonflikten, da sie manchmal Nutztiere der Menschen töten. Wenn es gelingt, Sympathie oder zumindest Toleranz für wilde Katzen zu schaffen, kann dies ein wichtiger Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt in einer Region sein und die Gesamtsituation eines Ökosystems verbessern.

In den Industrienationen des globalen Nordens sind die wilden Katzen (des globalen Südens) oftmals Sympathieträger und können unzählige Menschen in Naturschutzkreisen für den Erhalt globaler Waldregionen motivieren. In unserer Bildungsarbeit in Deutschland nutzen wir diese Tatsache, um über Tiger, Leoparden, Nebelparder, Jaguare u.a. für den Schutz ihrer Lebensräume zu werben.

Wilde Katzen, nämlich Wildkatzen und Luchse, gibt es aber auch in den Wäldern Deutschlands und in zunehmender Zahl inzwischen auch wieder im Budesland unseres Stiftungssitzes in Hessen, was uns auch in Hessen zu diesem Thema  arbeiten lässt.

Unser Wild Cats Programme ist eng verbunden mit unserer Arbeit für den Schutz von Urwaldgebieten, für indigene Waldvölker und lokale Dorfgemeinschaften in globalen Urwaldregionen im Rahmen des Forests and People Network, denn die Gebiete, auf die sich beide Projekte beziehen, sind oftmals identisch.

 

Wild Cats, Elephants and People Project                                                                                                                                                 ... ist der auf die äquatorialen afrikanischen und asiatischen Waldregionen ausgerichtete Teil unserer Arbeit und erweitert diese    um das Thema Elefantenschutz.

2013 begannen wir unsere Arbeit mit ersten Förderungen in Nepal und Thailand. Von 2014 bis 2016 hatten wir ein Büro in Siem Reap, Kambodscha, und arbeiteten dort zu Permakultur und Trinkwasserversorgung in ländlichen Regionen und zu Möglichkeiten des Erhalts der verbliebenen Waldgebiete.  Seit Ende 2016 sind wir in Kenia tätig.

 Auch bei Wild Cats, Elephants and People fördern wir Projekte zur Verbesserung der Lebenssituation in den Dorfgemeinschaften, zu gemeinschaftlicher Waldnutzung, gemeinschaftbasiertem Naturschutz und nachhaltiger wildtierfreundlicher Forstwirtschaft. Die Verbindung dieser Themen mit dem Schutz der verbliebenen Elefantenpopulationen ist wichtiger Aspekt unseres Projekts.

Gerade in Afrika ist es auch heute noch oft gängige Praxis, die lokale Bevölkerung beim Einrichten von Naturschutzgebieten zwangsumzusiedeln und ihr die weitere Nutzung ihres Landes zu untersagen. Zahllose Menschen haben so ihre Heimat verloren und leben am Rande der einst von ihnen bewohnten Gebiete. Die Argumentation von Regierungen und internationalen Naturschutz-Organisationen ist meist die Eindämmung von Wilderei. Wir engagieren uns in der Konfliktzone zwischen dort tätigen Naturschutzorganisationen und den Interessen der Dorfgemeinschaften, um für alle Seiten akzeptable Lösungen zu finden, sehen uns dabei aber eher auf der Seite der lokalen Gemeinschaften. Das Ziel beider Seiten sollte sein, Wilderei einzudämmen, aber auch  die Lebenssituation der Menschen zu verbessern und deren Rechte zu wahren. Denn wir glauben, dass die über Generationen gewachsenen Landrechte der Menschen oberste Priorität haben. Dies heisst aber nicht, die Jagd auf bedrohte Arten wie etwa Elefanten, Großkatzen oder Gorillas hierdurch zu legitimieren. Vielmehr gilt es, die Menschen aktiv in Natur- und Artenschutz zu integrieren, Jagd durch Gesetze zu regeln und bei bedrohten Arten ganz zu unterbinden, ohne dadurch die Landrechte der Menschen auszusetzen.

Wesentlicher Motor der Wilderei sind vor allem Armut und mangelnde Perspektiven der von ihrem Land vertriebenen Menschen und der von außen kommende Anreiz des internationalen illegalen Wildtiermarktes. Elfenbein etwa hat in den Waldregionen selbst zunächst nahezu keinen Wert, sondern erhält diesen erst durch den internationalen Markt. Bei der Bekämpfung des globalen Handels mit Elfenbein unterstützen wir deshalb auch die Arbeit von internationalen Naturschutzorganisationen wie etwa den Elephant Crisis Fund.

Doch nicht nur Wilderei, sondern auch Konflikte zwischen lokaler Bevölkerung und Elefanten lassen deren Bestände schrumpfen. Elefanten können in einer Nacht die Ernte eines Jahres vernichten, zerstören Felder und Hütten und töten manchmal Menschen. Wir fördern Projekte, die in diesem Konfliktbereich arbeiten, etwa Elephants and Bees, und arbeiten selbst an Lösungsansätzen.      Bei Armutsbekämpfung und der Verbesserung der Lebensqualität der lokalen Bevölkerung beraten und helfen wir u.a. mit einfachen Technologien wie energieeffizienten Öfen, Solarlampen, und Trinkwasseraufbereitung , mit Agroforstwirtschafts- und Bildungsprojekten oder unterstützen entsprechende Organisationen. Wir arbeiten selbst vor Ort mit einem Permakultur-Dorfprojekt und zur Entwicklung von übertragbaren Modellen zu wildtierfreundlicher Agroforstwirtschaft in Westkenia.

Als nächster Schritt ist die Umsetzung eines gemeinschaftsbasierten Naturschutzprojekts mit einem der lokalen Stämme in den Waldregionen Westkenias in Vorbereitung.

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Regenwaldzentrum Darmstadt

Es ist das Anliegen des Regenwaldzentrums, globale Regenwaldthemen in die Region Darmstadt zu tragen, Menschen für Regenwälder zu begeistern und für deren Schutz zu motivieren. Das Regenwaldzentrum macht Veranstaltungen und Ausstellungen zu Regenwäldern und anderen globalen Waldthemen, indigenen Waldvölkern, Artenschutzprojekten, den Zusammenhängen von Wald- und Klimaschutz und fördert weltweit Regenwaldschutzprojekte. Das Regenwaldzentrum ist die Basis unserer Arbeit in Deutschland.  Weiter zum Regenwaldzentrum ... 

 

Forgotten Rainforests - Die vergessenen Regenwälder

Zusammen mit dem Regenwaldzentrum Darmstadt haben wir eine Spendenkampagne entwickelt, um gemeinschaftsbasierte Naturschutzprojekte in den verschiedenen globalen, oftmals wenig bekannten, Regenwaldregionen zu unterstützen. 

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Sei der Wandel - Be the Change                                                                                                                                                            Wir möchten Menschen motivieren, an nachhaltigen Veränderungsprozessen aktiv mitzuwirken und sich im globalen Natur- und Klimaschutz oder in sozialen Bereichen zu engagieren.                                                                                                                    2023 starten wir ein Programm zur Schulung von Wildnis- und Klimabotschaftern für junge Menschen ab 16 Jahren und 2024 dann ein Volontärschulungsprogramm für junge Erwachsene zur Vorbereitung für globale Auslandseinsätze in Natur- und Umweltschutz und in humanitären Hilfsprojekten. Im Rahmen der Volontärschulung vermitteln wir unsere Teilnehmer bevorzugt in Projekte in Regenwaldregionen, vorzugsweise zu Projektpartnern und von uns geförderten Projekten, um gemeinsam mit unseren Volontären ein Netzwerk von interagierenden Waldschutzprojekten aufzubauen.                                                                                      Weiter zum Projekt ...