Forests and People Network

 

 

_________________________________ Helping local communities to protect their forests and wildlife ________________________________________

 

 Unsere Projekte

Forests and People Network                                                                                                                                                                 ... befasst sich mit der Interdependenz von Wäldern und Menschen und ist Kern unserer gesamten Stiftungsarbeit. Es setzt sich ein für den Schutz der verbliebenen globalen Urwälder, vor allem der tropischen und temperierten Regenwälder, für indigene Völker und lokale Dorfgemeinschaften in diesen Waldregionen und für die Wahrung ihrer Landrechte und kulturellen Identität. Wir unterstützen Projekte dieser Gemeinschaften zum Schutz ihrer Wälder, zu gemeinschaftlicher Waldnutzung, gemeinschaftbasiertem Naturschutz, nachhaltiger wildtierfreundlicher Forstwirtschaft, zur weltweiten Vernetzung untereinander und zur allgemeinen Verbesserung der Lebenssituation in den Dörfern.

Im Bereich Wahrung der Landrechte und kulturellen Identität fördern wir vor allem zu diesem Thema arbeitende Organisationen wie Forest Peoples Programme oder Land Rights Now. In den übrigen Bereichen versuchen wir direkt mit lokalen Waldgemeinschaften zu arbeiten.                                                                                                                                                                         mehr lesen zu indigenem Naturschutz ...

 

Wild Cats Programme - Waldzustandsanalyse über Indicator-Spezies

Globale Waldökosysteme werden weltweit zerstört und verschwinden vor unseren Augen. Die komplette Zerstörung lässt sich an Hand von Satellitenaufnahmen relativ einfach dokumentieren. Sehr gute Daten dazu liefert die Organisation Global Forest Watch.

Was aber ist mit der schleichenden Degradierung, dem allmählichen Verschwinden der Primärwälder, der langsamen Umwandlung in extensiv genutzte Sekundärwälder, dem Verschwinden der für das Ökosystem essentiell wichtigen Tierarten? Viele Waldregionen, vor allem in Südost Asien, erscheinen im ersten Eindruck intakt, jedoch sind sie durch systematische Wilderei regelrecht leer gewildert. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von "leeren Wäldern". Es gilt also, Wälder nicht nur bezüglich ihrer Intaktheit in ihrer Funktion als CO2 Speicher im Zusammenhang mit Klimaschutz zu sehen, sondern als Ökosystem, in dem eine Reihe von Tierarten natürlicherweise beheimatet sind und ihre Intaktheit auch hierüber zu bestimmen.

 

In nahezu allen Waldgebieten der Erde findet man "wilde Katzen", also Großkatzen der Familie Pantherinae oder Kleinkatzen (Felinae), sofern diese Wälder intakt sind und der Jagddruck nicht zum Verschwinden der Katzen oder ihrer Beutetiere geführt hat. In unserer Arbeit dienen uns Katzen als Indikator-Spezies, um wesentlich Aspekte der Gesamtsituation des jeweiligen Waldgebiets zu erfassen. Zu sehr vielen Katzenarten wird intensiv geforscht und es gibt zahlreiche Schutzprogramme, was bedeutet, dass Daten und Forschungsergebnisse, etwa über Bestandsdichten, oftmals zur Verfügung stehen. Fast überall auf der Erde nimmt der Bestand wilder Katzen, sowohl der Großkatzen als auch der meisten Kleinkatzenarten, kontinuierlich ab.

In ihren Lebensräumen sind Katzen oftmals Auslöser von Mensch- / Wildtierkonflikten, da sie manchmal Nutztiere der Menschen töten. Wenn es gelingt, Sympathie oder zumindest Toleranz für wilde Katzen zu schaffen, kann dies ein wichtiger Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt in einer Region sein und die Gesamtsituation eines Ökosystems verbessern.

In den Industrienationen des globalen Nordens sind die wilden Katzen (des globalen Südens) oftmals Sympathieträger und können unzählige Menschen in Naturschutzkreisen für den Erhalt globaler Waldregionen motivieren. In unserer Bildungsarbeit in Deutschland nutzen wir diese Tatsache, um über Tiger, Leoparden, Nebelparder, Jaguare u.a. für den Schutz ihrer Lebensräume zu werben.

Wilde Katzen, nämlich Wildkatzen und Luchse, gibt es aber auch in den Wäldern Deutschlands und in zunehmender Zahl inzwischen auch wieder im Budesland unseres Stiftungssitzes in Hessen, was uns auch in Hessen zu diesem Thema  arbeiten lässt.

Unser Wild Cats Programme ist eng verbunden mit unserer Arbeit für den Schutz von Urwaldgebieten, für indigene Waldvölker und lokale Dorfgemeinschaften in globalen Urwaldregionen im Rahmen des Forests and People Network, denn die Gebiete, auf die sich beide Projekte beziehen, sind oftmals identisch.

 

Forests, Elephants and People                                                                                                                                                          ... ist der auf die äquatorialen afrikanischen und asiatischen Waldregionen ausgerichtete Teil unserer Arbeit und erweitert diese    um das Thema Elefantenschutz.

2013 begannen wir unsere Arbeit mit ersten Förderungen in Nepal und Thailand. Von 2014 bis 2016 hatten wir ein Büro in Siem Reap, Kambodscha, und arbeiteten dort zu Permakultur und Trinkwasserversorgung in ländlichen Regionen und zu Möglichkeiten des Erhalts der verbliebenen Waldgebiete.  Seit Ende 2016 sind wir in Kenia tätig.

 Auch bei Forests, Elephants and People fördern Projekte zur Verbesserung der Lebenssituation in den Dorfgemeinschaften, zu gemeinschaftlicher Waldnutzung, gemeinschaftbasiertem Naturschutz und nachhaltiger wildtierfreundlicher Forstwirtschaft. Die Verbindung dieser Themen mit dem Schutz der verbliebenen Elefantenpopulationen ist wichtiger Aspekt unseres Projekts.

Gerade in Afrika ist es auch heute noch oft gängige Praxis, die lokale Bevölkerung beim Einrichten von Naturschutzgebieten zwangsumzusiedeln und ihr die weitere Nutzung ihres Landes zu untersagen. Zahllose Menschen haben so ihre Heimat verloren und leben am Rande der einst von ihnen bewohnten Gebiete. Die Argumentation von Regierungen und internationalen Naturschutz-Organisationen ist meist die Eindämmung von Wilderei. Wir engagieren uns in der Konfliktzone zwischen dort tätigen Naturschutzorganisationen und den Interessen der Dorfgemeinschaften, um für alle Seiten akzeptable Lösungen zu finden, sehen uns dabei aber eher auf der Seite der lokalen Gemeinschaften. Das Ziel beider Seiten sollte sein, Wilderei einzudämmen, aber auch  die Lebenssituation der Menschen zu verbessern und deren Rechte zu wahren. Denn wir glauben, dass die über Generationen gewachsenen Landrechte der Menschen oberste Priorität haben. Dies heisst aber nicht, die Jagd auf bedrohte Arten wie etwa Elefanten, Großkatzen oder Gorillas hierdurch zu legitimieren. Vielmehr gilt es, die Menschen aktiv in Natur- und Artenschutz zu integrieren, Jagd durch Gesetze zu regeln und bei bedrohten Arten ganz zu unterbinden, ohne dadurch die Landrechte der Menschen auszusetzen.

Wesentlicher Motor der Wilderei sind vor allem Armut und mangelnde Perspektiven der von ihrem Land vertriebenen Menschen und der von außen kommende Anreiz des internationalen illegalen Wildtiermarktes. Elfenbein etwa hat in den Waldregionen selbst zunächst nahezu keinen Wert, sondern erhält diesen erst durch den internationalen Markt. Bei der Bekämpfung des globalen Handels mit Elfenbein unterstützen wir deshalb auch die Arbeit von internationalen Naturschutzorganisationen wie etwa den Elephant Crisis Fund.

Doch nicht nur Wilderei, sondern auch Konflikte zwischen lokaler Bevölkerung und Elefanten lassen deren Bestände schrumpfen. Elefanten können in einer Nacht die Ernte eines Jahres vernichten, zerstören Felder und Hütten und töten manchmal Menschen. Wir fördern Projekte, die in diesem Konfliktbereich arbeiten, etwa Elephants and Bees, und arbeiten selbst an Lösungsansätzen.      Bei Armutsbekämpfung und der Verbesserung der Lebensqualität der lokalen Bevölkerung beraten und helfen wir u.a. mit einfachen Technologien wie energieeffizienten Öfen, Solarlampen, und Trinkwasseraufbereitung , mit Agroforstwirtschafts- und Bildungsprojekten oder unterstützen entsprechende Organisationen. Wir arbeiten selbst vor Ort mit einem Permakultur-Dorfprojekt und zur Entwicklung von übertragbaren Modellen zu wildtierfreundlicher Agroforstwirtschaft in Westkenia.

Als nächster Schritt ist die Umsetzung eines gemeinschaftsbasierten Naturschutzprojekts mit einem der lokalen Stämme in den Waldregionen Westkenias in Vorbereitung.

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Regenwaldzentrum Darmstadt

Es ist das Anliegen des Regenwaldzentrums, globale Regenwaldthemen in die Region Darmstadt zu tragen, Menschen für Regenwälder zu begeistern und für deren Schutz zu motivieren. Das Regenwaldzentrum macht Veranstaltungen und Ausstellungen zu Regenwäldern und anderen globalen Waldthemen, indigenen Waldvölkern, Artenschutzprojekten, den Zusammenhängen von Wald- und Klimaschutz und fördert weltweit Regenwaldschutzprojekte. Das Regenwaldzentrum ist die Basis unserer Arbeit in Deutschland.  Weiter zum Regenwaldzentrum ... 

 

Forgotten Rainforests - Die vergessenen Regenwälder

Zusammen mit dem Regenwaldzentrum Darmstadt haben wir eine Spendenkampagne entwickelt, um gemeinschaftsbasierte Naturschutzprojekte in den verschiedenen globalen, oftmals wenig bekannten, Regenwaldregionen zu unterstützen. 

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Sei der Wandel - Be the Change                                                                                                                                                            Wir möchten Menschen motivieren, an nachhaltigen Veränderungsprozessen aktiv mitzuwirken und sich im globalen Natur- und Klimaschutz oder in sozialen Bereichen zu engagieren.                                                                                                                    2023 starten wir ein Programm zur Schulung von Wildnis- und Klimabotschaftern für junge Menschen ab 16 Jahren und 2024 dann ein Volontärschulungsprogramm für junge Erwachsene zur Vorbereitung für globale Auslandseinsätze in Natur- und Umweltschutz und in humanitären Hilfsprojekten. Im Rahmen der Volontärschulung vermitteln wir unsere Teilnehmer bevorzugt in Projekte in Regenwaldregionen, vorzugsweise zu Projektpartnern und von uns geförderten Projekten, um gemeinsam mit unseren Volontären ein Netzwerk von interagierenden Waldschutzprojekten aufzubauen.                                                                                      Weiter zum Projekt ...