Aktuell  -  Wald, Klima, Regenwald  -  Unsere Bildungsangebote

 

Die Wälder schützen – dem Klima nützen

Veranstaltung für Schulen und außerschulische Bildungseinrichtungen, um Zusammenhänge zwischen Wald- und Klimaschutz deutlich zu machen und Möglichkeiten zu zeigen, wie junge Menschen selbst aktiv werden können.

 

Anhand von 7 Punkten, die wir teils draußen im Wald, teils im Unterricht umsetzen, werden wir gemeinsam für das Klima und die Wälder der Erde aktiv.

 

1. Wälder verstehen - Wälder schützen

2. Umgang mit Papier

3. Palmöl und Soja

4. kein Tropenholz

5. Bäume pflanzen

6. Indigene Waldvölker unterstützen

7. Handy Recycling Kampagne


1. Wälder verstehen - Wälder schützen 

Eine Veranstaltung im Wald, um dieses  komplexe und faszinierende Ökosystem direkt zu erleben und seine vielen Bewohner, von Säugetieren und Vögeln bis zu vielfältigsten Kleinstlebewesen im Boden, von Bäumen, Kräutern und Pilzen kennen zu lernen. 

Von der direkten Walderfahrung im heimischen Wald schlagen wir Brücken zu den Wäldern der Erde, etwa zum tropischen Regenwald oder den Wäldern der subarktischen Klimazone. 

Wir lernen, was diese verschiedenen Waldformen ausmacht, was sie besonders bedroht und wie sie geschützt werden können.                                                                                                                                   

 

2. Umgang mit Papier 

Der globale Verbrauch von Papier und Karton ist enorm und mitverantwortlich für die Zerstörung vieler Wälder.

Was aber kann jeder Einzelne von uns tun? 

Gerade in Schulen und anderen Bildungseinrichtungen werden große Mengen Papier verbraucht. Wir lernen, wie man seinen Papierverbrauch reduzieren kann und welches Papier am besten für die Umwelt ist und was die einzelnen Gütesiegel, etwa FSC oder der „Blaue Engel“ bedeuten. 

In einem Versuch sammeln die Schüler den gesamten Papier-Verpackungsmüll ihrer Familie einer ganzen Woche und bringen ihn mit. Wir stellen daraus selbst Recycling-Papier her.                                  

 

3. Palmöl und Soja 

Palmöl findet sich in unzähligen Lebensmitteln, aber auch in Seifen, Shampoos und vielem anderen.

Zuhause erforschen wir die Verpackungen der Lebensmittel auf ihren Anteil an Palmöl.

Schnell stoßen wir auf Schokoladen, Schokocremes und vielerlei Süßes. 

Was aber ist die Alternative?

Gibt es Schokocreme und Schokolade auch ohne Palmöl? Wir gehen auf die Suche im Internet, Bioladen und im Supermarkt. 

Wir verfolgen die Spur der Sojabohnen von ihren Anbaugebieten in Asien und Südamerika bis zu den Endverbrauchern, oftmals große Mastfleisch produzierende Betriebe und weiter bis in die großen Fast Food Restaurants.

Wir recherchieren, welches Soja gesund ist, etwa in Bioprodukten, und wann Soja schlecht für uns und den Regenwald ist.

                                                                                                    

4. Kein Tropenholz 

Viele Naturschutz-Organisationen wie etwa „Rettet den Regenwald“ raten dazu, überhaupt kein Tropenholz zu verwenden, da Tropenwälder kaum nachhaltig bewirtschaftet werden können. Zum einen ist die Humusschicht oft viel zu dünn und wird bei Holzeinschlag zerstört, zum anderen sind Tropenwälder viel zu komplex, um wieder aufgeforstet werden zu können. 

Wir lernen Zusammenhänge über den Tropenwald kennen, warum Tropenholz beim Verbraucher so beliebt ist und welche Alternativen es im heimischen Wald gibt. 

In dieser Veranstaltung wird direkt mit Holz gearbeitet, geschnitzt, gesägt und gehobelt, um die Eigenschaften verschiedener Hölzer kennen zu lernen.

                                                                                                          

5. Bäume pflanzen

Gemeinsam sammeln wir Baumsamen im Wald und legen bei uns im Zentrum für Globale Nachhaltigkeit eine Baumschule an und ziehen die Bäume zusammen auf. 

In Absprache mit dem Forstamt pflanzen wir auf ausgewählten Flächen unsere gezogenen Bäumchen. Dies kann aber auch auf dem Schulhof, im Garten der Eltern oder bei anderen Pflanzprojekten geschehen. 

Immer versuchen wir, für jeden gepflanzten Baum einen Baumpaten zu finden, der einen kleinen Betrag zur Verfügung stellt, mit dem wir weitere Pflanz- oder Waldschutzprojekte, auch  in anderen Teilen der Welt, finanzieren helfen. 

Auf dem Gelände des Zentrum für Globale Nachhaltigkeit lernen wir einen essbaren Wald, einen Food Forest (Permakultur), kennen, der dort gerade heranwächst.

                                                                               

6. Indigene Waldvölker unterstützen 

Nur etwa 5% der Weltbevölkerung rechnet man zu den indigenen oder Stammesvölkern. Jedoch bewohnen sie etwa 25% der globalen Landfläche, meist Gebiete, die für Industrienationen bisher wenig interessant waren, etwa Savannen, Wüsten, Hochgebirge oder Urwälder. 

Auf dem Gebiet der indigenen Völker findet man jedoch etwa 80% der verbliebenen Artenvielfalt, was die Wichtigkeit dieser Menschen für den Naturschutz zeigt. 

Viele indigene Menschen werden gerade heutzutage von ihrem Land vertrieben, etwa um Palmöl- oder Sojaplantagen anzulegen, aber oftmals auch aus Naturschutzgründen. 

Wir lernen über indigene Völker mit den Unterrichtsmaterialien verschiedener Menschenrechtsorganisationen und schauen, was wir selbst für indigene Völker tun können und wie wir ihnen helfen können, die Wälder zu schützen.

                                                                                                       

7. Handy Recycling Kampagne 

Damit ein Handy, Smartphone, Tablett oder Laptop funktioniert, bedarf es verschiedenster Metalle, etwa Gold, Kupfer oder Coltan. Gerade Coltan findet man nur an wenigen Stellen der Erde, etwa im Osten der demokratischen Republik Kongo. Dort aber ist dichter Regenwald, in dem Waldelefanten, Gorillas und viele andere Wildtiere leben. Das Coltan wird meist von den Menschen vor Ort, oftmals von Kindern, unter einfachsten Bedingungen abgebaut. 

Geschätzte 124 Millionen alter Handys liegen in deutschen Schubladen und werden nicht mehr genutzt. Würde man diese recyceln, könnten Millionen neuer Handys damit gebaut werden, ohne den Regenwald zu zerstören. 

Wir richten eine Handy-Sammelstelle ein, schreiben einen Artikel für die örtliche oder die Schülerzeitung und machen das Thema regional bekannt.

Die gesammelten Handys spenden wir an die zoologische Gesellschaft Frankfurt am Main, die damit  Gorilla-Schutzprojekte  im Kongo unterstützen. Schutz der Gorillas aber bedeutet auch Schutz ihrer Heimat, des zweitgrößten Regenwaldes der Erde.  https://naturschutzbotschafter.fzs.org/de/handy-aktion/

                                                                                         

Die Themen können als dreistündige Blöcke im Rahmen einer Projektwoche über 5 Tage, aber auch als Einzelveranstaltungen gebucht werden.

 

Die Veranstaltungen finden statt im Zentrum für Globale Nachhaltigkeit Darmstadt (www.zentrum-globale-nachhaltigkeit.de), im umgebenden Wald oder sind teils auch in den Schulen oder im schulnahen Wald möglich.

 

Diese Reihe ist auch Teil unseres Projektes für junge Menschen "Sei der Wandel".

Alle weiteren Infos zu dieser Bildungsreihe finden Sie hier.